Die Schneeweiss AG feiert Premiere auf der Inter Airport Europe
14.12.2011
Komplettlösungen für den Interior-Bereich
Die internationale Leitmesse für die Flughafenbranche gewinnt mit der Schneeweiss AG Interior in diesem Jahr einen Aussteller, dessen Portfolio den Bereich "interDesign" in besonderer Weise abdeckt. Zur Inter Airport Europe in München vom 11. bis 14. Oktober präsentiert sich die Unternehmensgruppe auf Stand 1374 in Halle B5 nicht nur mit Terminalausstattung, Innenarchitektur- und Designelementen. Sie zeigt auch, wie geschickt und flexibel die Tochterunternehmen untereinander agieren, um Kunden individuelle Lösungen von der Idee bis zur Auslieferung komplett aus einer Hand zu bieten.
Zu der im August 2010 gegründeten Schneeweiss AG gehören neben der bereits als Aussteller bekannten Metallmanufaktur Rosconi die Hiller Objektmöbel GmbH, die Braun Lockenhaus GmbH, der Marketingdienstleister Atelier Schneeweiss, die Widra Logistik GmbH und die Vertriebstochter Hiller France. Alle sechs Unternehmen agieren mit ihrem Portfolio im Geschäftsfeld Interior.
Die Firmenkonstellation zielt auf eine hohe Fertigungstiefe. Derzeit liegt sie bei 75 Prozent. Von der Idee und Entwicklung über die Produktion bis hin zur Auslieferung und Montage der Produkte und darüber hinaus zu Vertriebs- und Marketingstrategien deckt die Unternehmensgruppe fast alle Stationen in der Wertschöpfungskette ab. Der Service aus einer Hand bietet höchste Individualität und Flexibilität und ermöglicht neben der Reproduktion in Serie auch die Schaffung des absoluten Einzelstücks.
Die Objektmöbler: Hiller und Braun Lockenhaus
Als Keimzelle der Schneeweiss AG im Allgemeinen und der Hiller Objektmöbel GmbH im Besonderen gilt das von Erich und Herbert Hiller 1936 gegründete Handwerksunternehmen in Kippenheim, das zunächst der Herstellung und dem Verkauf von Wollbesen und Holzdrehwaren dient. 1948 erfolgt die Umstellung der Produktion auf Tische und Stühle, die sich 1957 als Kernkompetenz herauskristallisiert. 1961 läuft die Produktion von Stahlrohrstühlen an, der erste Klapptisch entsteht, und die Brüder experimentieren mit der Stapelfähigkeit von Holzstühlen. Die konsequente Weiterentwicklung der Themen "stapeln, klappen, falten" verhilft der Hiller Objektmöbel GmbH zu ihrem Expertenstatus in Sachen Objektmöbel. Das Motto "made in black forest" entwickelt sich vor dem Hintergrund der verwendeten heimischen Hölzer, der Nutzung traditionell gewachsener Handarbeit und des Einsatzes modernster Technik zu einem Qualitätssiegel.
Im Jahr 2005 übernimmt Hiller den österreichischen Wettbewerber Braun Lockenhaus, ein Unternehmen, das auf eine 1921 gegründete Sessel- und Holzwarenfabrik zurückgeht. Die Potenziale, die die gut erhaltene traditionelle Handwerkskunst bietet, werden auch hier erkannt und sukzessive zukunftsfähig ausgebaut.
Zu Beginn des neuen Jahrtausends zieht sich die Familie Hiller schließlich aus dem operativen Geschäft zurück, und im November 2006 übernehmen Jürgen Dreher und der frühere Hiller-Prokurist Alexander Allgaier 62 Prozent der Anteile.
Hiller und Braun zählen mit insgesamt 204 Mitarbeitern und einer gemeinsamen Jahresproduktion von mehr als 280.000 Stühlen und mehr als 40.000 Tischen inzwischen zu den drei größten Herstellern von Objektmöbeln in Europa. Zu den Kunden gehören Kongresszentren, Konferenz- und Seminarbereiche, Versammlungsstätten, Hotels, Messen und soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser, Pflegeheime, Kirchen und Synagogen.
Kreative Keimzelle: Atelier Schneeweiss
Im Sommer 2008 überführt Hiller Objektmöbel das Know-how seiner am permanenten Wachstum maßgeblich beteiligten und am Innovationsgrad gemessen hoch effektiv arbeitenden Entwicklungsabteilung in das als Tochtergesellschaft geführte Design- und Entwicklungsbüro Atelier Schneeweiss. Geschäftsführer wird Günter Kopf, der seine Karriere 1993 bei Hiller begonnen und seit 2005 als Prokurist die Entwicklung und Konstruktion geleitet hatte.
Mit Atelier Schneeweiss steuert die Schneeweiss AG von Schloss Schmieheim aus ihre Entwicklungs-, Design-, Marketing- und Eventaktivitäten. Das eigenständige, zum Unternehmensverbund gehörende Creative Lab beobachtet den Markt, schafft dafür die nötigen Produktlösungen und bewährt sich erfolgreich mit dem Entwurf und der Konzeption von Messeständen, Ladenbau- und Raumkonzepten. Von den Lösungen in den Bereichen Trendresearch, Industrial Design, Corporate Identity, Produktpositionierung, Raumkonzeption und Messebau profitieren auch externe Unternehmen.
Die Metallmanufaktur Rosconi
Im Oktober 2009 erschließen sich mit einem auf Edelstahl-Verarbeitung spezialisierten Produktprogramm für Objektausstattungen und Außenbereiche neue Synergien. Die Unternehmensgruppe übernimmt die Aktivitäten der auf das Gründungsjahr 1873 zurückgehenden Marke Rosconi. Die im hessischen Weilburg ansässige Metallmanufaktur fertigt und vertreibt mit 53 Mitarbeitern Einrichtungen für Publikumsbereiche: Smoker Lounges, Stell- und Trennwände, Edelstahl-Bänke und -Tische, Leit-, Hinweis- und Behältersysteme sowie Garderoben.
Service bis zum Kunden: Widra Logistik
Um entsprechend dem Leistungsversprechen Einfluss darauf zu nehmen, wie die Produkte ausgeliefert, montiert und gebrauchsfertig übergeben werden und um den Transport nach ökologischen Gesichtspunkten zu gestalten, gründen die Hiller- und die Wildt-Gruppe aus Ettenheim am 12. November 2009 mit jeweils 50-prozentigem Anteil die "widra logistik GmbH". Das mit einem Investitionsvolumen von rund 1,5 Millionen Euro zur Anschaffung von sechs LKWs und zehn Aufliegern startende Unternehmen schafft 16 neue Arbeitsplätze.
Inter Airport Europe: Potenziale an den Schnittstellen
Zur Inter Airport Europe 2011 präsentiert sich die gesamte Unternehmensgruppe dem internationalen Fachpublikum. Der Vorstandsvorsitzende Jürgen Dreher sieht die Potenziale für sein Unternehmen vor allen Dingen an den Schnittstellen im Flughafenbereich: "Fungiert unser Insider Rosconi mit der Smokers Lounge und einem modularen System aus Behältern und Funktionsstelen auch als Zugpferd auf dieser Messe, so müssen wir unsere Besucher darüber hinaus von unserer Full-Service-Kompetenz überzeugen." Architekten können mit einer individuellen Idee ebenso an das Unternehmen herantreten wie Flughafenmanager, die nach einem Gesamtkonzept zur Ausstattung des Terminals und zur wirtschaftlichen Nutzung und Ausstattung der Räume suchen. Ziel der Schneeweiss AG sei es, so Dreher, bei der Durchgängigkeit des Portfolios im Objektbereich die Position als Marktführer zu übernehmen. Die Inter Airport Europe helfe dabei, den Marktwert innerhalb der Branche zu messen.
Darüber hinaus verspricht sich Jürgen Dreher von der Teilnahme an der Fachmesse internationales Renommee, über das strategische Handelspartner, Architekten, Exporteure und junge Mitarbeiter, Fachkräfte und Experten aus anderen Regionen gewonnen werden sollen, um weitere Kompetenzen "inhouse" zu bündeln und die Fertigungstiefe zu komplettieren. Insbesondere die Personalentwicklung zählt vor dem Hintergrund aktueller demographischer Veränderungen zu den größten Herausforderungen der Schneeweiss AG, die sich mit der Messebeteiligung auch als attraktiver Arbeitgeber im internationalen Business positioniert.
Bildtext: Jürgen Dreher, Vorstandsvorsitzender der Schneeweiss AG Interior. Foto: Schneeweiss AG
